Fremdwörter — und seit wann es sie gibt
Was ein Fremdwort bedeutet, steht in jedem Wörterbuch. Hier steht dazu, seit wann es belegt ist und wann es zum Alltagswort wurde — 70 der 84 Wörter mit ihrem ältesten Fund im Deutschen Textarchiv, der älteste von 1530; 33 mit ihrer Gebrauchskurve. Kein Wort steht hier ohne das eine oder das andere.
Die ältesten Belege
- konsolidieren — belegt 1530
- Disposition — belegt 1558
- antizipieren — belegt 1571
- Korrespondenz — belegt 1574
- Ambiguität — belegt 1583
- korrumpieren — belegt 1583
- dezidiert — belegt 1584
- sukzessive — belegt 1597
Wörter, deren Gebrauch gekippt ist
- Akquise — auf das 42-Fache zwischen den 1990er und den 2010er Jahren
- Resilienz — auf das 39-Fache zwischen den 1990er und den 2010er Jahren
- Geriatrie — auf das 22-Fache zwischen den 1940er und den 1960er Jahren
- Kavitation — auf das 22-Fache zwischen den 1910er und den 1930er Jahren
- autark — auf das 21-Fache zwischen den 1910er und den 1930er Jahren
- Namaste — auf das 20-Fache zwischen den 1990er und den 2010er Jahren
- volatil — auf das 18-Fache zwischen den 1980er und den 2000er Jahren
- redundant — auf das 15-Fache zwischen den 1950er und den 1970er Jahren
Alle 84 Wörter
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Warum diese und keine anderen
Der Bestand folgt der Nachfrage, nicht einer Wortklasse: aufgenommen wird, wonach Leute suchen — und davon nur, was einen Beleg trägt. Ohne ältesten Fund und ohne belegbare Verschiebung im Gebrauch entsteht keine Seite, weil dann nichts dastünde, was nicht schon woanders steht. Ausdrücklich draussen bleiben Abkürzungen (in der deutschen Wiktionary sind es englische Einträge), Netzsprache und Laborwerte. Mehr dazu unter Über den Bestand.