ostentativ
Adjektiv. Schriftlich bezeugt seit 1834.
Bedeutung
- bildungssprachlich: auf Beachtung berechnet, zur Schau gestellt, in einer herausfordernden Weise, bewusst ausrichten
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
Sie verließ ostentativ den Raum.
„Wirkliche Bedeutung erreichen jene Politiker, die, wie Helmut Schmidt oder Hans-Jochen Vogel, ostentativ einen bescheidenen Lebensstil pflegen.“
Nils Minkmar: Wulffs Drohung, in: FAZ Online (2012)„Bei der Premiere saß er in der Loge, ostentativer als absolut nötig. Wie gewöhnlich bei Premieren war der Kaiser da, und zahlreiches Publikum.“
Hermann Kesten: Revolutionäre mit Geduld (1973)„Vor allem war der Graf um guten Ruf besorgt. Er übte alle Tugenden, am ostentativsten die der Ordnung und der Gerechtigkeit.“
Paul Weber: Geschichte des Luxemburger Landes (1940)
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1834 aus „Rahel: Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde“ von Rahel Varnhagen. Das Archiv führt 28 Fundstellen dieses Wortes.
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Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „ostentativ“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „ostentativ“
- The Free Dictionary, Stichwort „ostentativ“
- Duden online, Stichwort „ostentativ“
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