Resilienz
Substantiv. Sein Gebrauch ist zwischen den 1990er und den 2010er Jahren etwa auf das 39-Fache gestiegen.
Bedeutung
- [1]Fähigkeit elastischen Materials, nach starker Verformung in den Ausgangszustand zurückzukehren
- [2]Fähigkeit von Lebewesen, ökonomischen oder sonstigen Systemen, sich gegen erheblichen Druck von außen selbst zu behaupten, äußeren Störungen standzuhalten
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]„Ein anschauliches Beispiel für Resilienz im engeren Sinn ist die Fähigkeit von Stehaufmännchen, sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufzurichten.“
Wikipedia: „Resilienz“[1]„Hierdurch können[sic] die Resilienz der […] entworfenden Carbonbetonstrukturen gegenüber verschiedenen kombinierten äußeren Lasten zuverlässig bewertet werden.“
Mehrskalenmethode zur Simulation der Resilienz und des Bruchverhaltens heterogener Strukturen[1]„Die sozusagen ‚weiche, aber belastungsstabile Endhärte‘ […] und die offensichtliche sowie deutlich fühlbare Resilienz des […] Silikons gestalten das Arbeiten sowohl direkt am Behandlungsstuhl als auch im Dentallabor aufwandtechnisch und zeitlich äußerst unkompliziert.“
Markus Th. Firla: Die sanfte Art der Prothesen-Unterfütterung[1]„Dieses intramobile Element [eines Implantates] ist elastisch und soll die Resilienz des Zahnhalteapparates imitieren […].“
Arnold Hohmann, Werner Hielscher: Lehrbuch der Zahntechnik (2012)[2]„In der Individualpsychologie lässt sich mit Resilienz erklären, warum und wie gedemütigte, missbrauchte Kinder stark werden können, Herren ihres eigenen Lebens.“
Rafaela von Bredow: Liebe lieber unvollkommen. In: DER SPIEGEL 52, 2011, Seite 126-135, Zitat Seite 127 f. · Rafaela von Bredow: Liebe lieber unvollkommen, in: Spiegel Online (2011)[2]„Rahel sagt, es gehe darum, ihr Viertel unabhängiger von allem zu machen, was man nicht beeinflussen könne, und die Faktoren zu stärken, auf die man Einfluss habe. Sie nennt das Resilienz.“
Anke Dürr und andere: Jetzt geht es um die Wurst: Euro-System und Öko-System kollabieren, die Grenzen des Wachstums scheinen erreicht… In: KULTUR SPIEGEL 1, Januar 2012, Seite 14-25, Zitat Seite 21.
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1930er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1990er und den 2010er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 39-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2010er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia: „Resilienz_(Zahnmedizin)“
- Wikipedia
- Wikipedia: „Resilienz (Ökosystem)“
- Wikipedia: „Resilienz (Psychologie)“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig
- Duden online
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