rudimentär
Adjektiv. Schriftlich bezeugt seit 1835.
Bedeutung
- [1]Biologie: im Laufe der Evolution verkümmert oder unvollständig entwickelt
- [2]bildungssprachlich: in Ansätzen, als Rudiment vorhanden
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]Unser Steißbein ist ein rudimentärer Schwanz.
[1]Beim Menschen ist das [Vomeronasale] Organ möglicherweise nur noch ein rudimentärer Rest und daher auch nicht mehr funktionsfähig.
Dr. Martin Lindner: Der unterschätzte Sinn, in: bdw Online[1]Bei allen Mäuse-Embryonen bilden sich in der frühesten Schwangerschaft fünf rudimentäre Knospen von Milchdrüsengewebe.
Rüdiger Vaas: Protein verhindert Brustwarzen, in: bdw Online[2]Das sind bloß rudimentäre Überlegungen zu einem Thema.
[2]Wann Menschen die natürlich entstandene Genitalienkollektion künstlerisch verzierten, verrät womöglich die stilistische Analyse der rudimentären Aktzeichnungen.
Urs Willmann: Archäologie: Die Lusthöhle in Franken, in: Zeit Online (2011)[2]Wenn sich Personalchefs auf eine rudimentäre Suche von fünf Minuten pro Bewerber beschränkten, fänden sie nicht, was sie suchen.
Stefan Münzberg: Bewerbung: Der Personalchef auf Facebook – ein Mythos?, in: Zeit Online (2011)
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1835 aus „Handbuch der Entwicklungsgeschichte des Menschen: mit …“ von Gabriel Gustav Valentin. Das Archiv führt 279 Fundstellen dieses Wortes.
Distributed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 License.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia: „Rudiment“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „rudimentär“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „rudimentär“
- The Free Dictionary, Stichwort „rudimentär“
- Herder: Der Neue Herder in 2 Bänden, Band 2, Spalte 3669, Artikel „Rudiment“, dort auch „rudimentär“ in den angegebenen Bedeutungen
Weiter im Bestand
Alle Fremdwörter · Redewendungen und Sprichwörter · Über den Bestand