kujonieren
Verb. Schriftlich bezeugt seit 1651.
Bedeutung
- böse zusetzen, unwürdig behandeln, tyrannisieren
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
„Wollen Sie schon wieder drängeln? Sie können Ihre Kerls doch nicht in angeheitertem Zustand kujonieren!“
Thomas Mann Der Zauberberg (Gr. komm. Frankf. Ausg., herausg. M. Neumann, Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag, 2002) Seite 273 [Viertes Kapitel Das Thermometer]„Bei bestimmtem Naturell scheint es überdies recht ergötzlich zu sein, andere Leute zu kujonieren. Die Ausübung von Macht hat ihre Verlockungen.“
Führung zu kreativer Leistung: so fördert man die schöpferischen Fähigkeiten, Helmut Schlicksupp
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1651 aus „Kriegs-Büchlein: Das ist/ Grundtliche Anleitung Zum …“ von Hans Conrad Lavater — dort in der Schreibung cujonieren. Das Archiv führt 25 Fundstellen dieses Wortes.
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Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1900er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1900er und den 1920er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 5-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 1920er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „kujonieren“
- Duden online, Stichwort „kujonieren“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „kujonieren“
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