reaktionär
Adjektiv. Schriftlich bezeugt seit 1798.
Bedeutung
- abwertend: dem Fortschritt feindlich gegenüberstehend
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
Zu den wenigen Schriftstellern, die sich selbst als reaktionär bezeichnen, gehört Günter Maschke, dessen Schriften unter anderem in diversen als rechtsextrem eingestuften Zeitschriften veröffentlicht werden.
„Eine bräsige Westberliner Kiez-Provinzialität mischt sich mit einer nur sporadischen Argumentationsschärfe, etwa in der Migrations- und Integrationspolitik, die vom rot-rot-grünen Chor sogleich unisono als rassistisch und reaktionär skandalisiert wird.“
Reinhard Mohr: Berliner Chaos – Ansichten aus der deutschen Hauptstadt vor der Wiederholungswahl, in: NZZ Online (2023)„Den Einsatz der indischen Muslime für den türkischen Kalifen hielt er für eine reaktionäre Sache, der kein Erfolg beschieden sein konnte.“
Dietmar Rothermund: Geschichte Indiens (2010)
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1798 aus „Jean Pauls Sämtliche Werke: Historisch-kritische Ausgabe“ von Jean Paul — dort in der Schreibung reaktionären. Das Archiv führt 1031 Fundstellen dieses Wortes.
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Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „reaktionär“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „reaktionär“
- Duden online, Stichwort „reaktionär“
- ZDL-Wortgeschichte
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