goutieren
Verb. Schriftlich bezeugt seit 1740.
Bedeutung
- einer Sache positiv gegenüberstehen; etwas (seltener auch jemanden) schätzen
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
„Es ist nicht Werbung, auch nicht Schmeichelei; sie kann sich nicht klar werden, was es ist, aber sie goutiert es nicht.“
| Titel=Lucidor | Kapitel=Kapitel 1: Figuren zu einer ungeschriebenen Komödie }}„So wenig ich nun auch diesen Mann goutiere, der nicht nur ein Bürgerlicher im tiefsten Sinne des Worts, sondern überdies noch ein [132] Schweizer mit all seiner Steifheit ist, so halte ich ihn in diesem Augenblick so sehr für unsern Freund, daß ich mich entschloß, Madame Necker meinen Besuch zu machen.“
„Das Publikum, das sich um die Tische auf dem Platz drängt, goutiert jeden ihrer Auftritte mit heimlichen Blicken und sich drehenden Köpfen.“
Edgar Rai: Nächsten Sommer (2011)„Man muss schon sagen: Wenn mich irgendwer kacke findet, dann aber immer so richtig und mit Leidenschaft. Ich versuche das mal zu goutieren.“
Bunte, Riesen-Eklat bei Twitter
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1740 aus „Reise Herrn Heinrich d. XI. durch Teutschland Franckr. u …“ von Anton Geusau — dort in der Schreibung goutiren. Das Archiv führt 74 Fundstellen dieses Wortes.
Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)
Was ältere Lexika dazu sagen
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Stichwort „goutieren“
Verweise aus dem Wiktionary-Eintrag. Diese Werke sind gemeinfrei.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Stichwort „goutieren“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „goutieren“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „goutieren“
- Duden online, Stichwort „goutieren“
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