burschikos
Adjektiv. Schriftlich bezeugt seit 1792.
Bedeutung
- [1](insbesondere von weiblichen Personen) im Verhalten und in den Äußerungen demonstrativ (und jungenhaft) lässig, unverkrampft
- [2](insbesondere von jemandes Redeweise) frei formuliert, salopp
- [3]studentisch flott
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]„Sie tritt burschikos auf, trägt weite Männerkleider, kein Make-up und sehr kurze Haare.“
Rachel Vogt: Outing. Von nun an: Herr Recher. In: WOZ Die Wochenzeitung, 28.08.2008. Online-Ausgabe abgerufen am 04. März 2011.[2]„Lange Aneinanderreihungen identischer Satzbaustrukturen, die teilweise mit Einschüben überfrachtet werden, wechseln mit fast schon burschikos anmutenden umgangssprachlichen Formulierungen.“
Susanne Luther: Buchbesprechungen. Pamela McCorduck, Nancy Ramsey: Die Zukunft der Frauen – Szenarien für das 21. Jahrhundert. In: Politische Studien. Zweimontszeitschrift für Politik und Zeitgeschehen, Ausgabe 363, 50. Jahrgang, Januar/Februar 1999, , , Seite 131. Online-Ausgabe abgerufen am 04. März 2011 (PDF).[2]„Thomas Brussig, 31, lebt hier, doch hat er mit der alten literarischen Avantgarde wenig am Hut - und sein Roman ‚Helden wie wir‘, einer der großen Überraschungserfolge der neuesten deutschen Literatur, ist so burschikos und unbekümmert erzählt, daß Verwechslungen kaum möglich sind.“
Volker Hage: Zentrum einer neuen Lust. Berlin - das Lieblingsthema deutscher Dichter. In: SPIEGEL SPECIAL, Heft 6, 01.06.1997, , . Online-Ausgabe abgerufen am 04. März 2011.[3]„Hatte ich mir nicht bei dieser Gelegenheit eine burschikos aussehende Mütze gekauft, um mich damit als angehenden Studenten zu manifestieren, der binnen wenigen Wochen die Universität beziehen sollte?“
| Titel=Michel | Band=Erstes Buch: Jugendidyll | Kapitel=Erstes Kapitel }}
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1792 aus „F. C. Laukhards Leben und Schicksale: von ihm selbst …“ von Friedrich Christian Laukhard — dort in der Schreibung Burschikoses. Das Archiv führt 80 Fundstellen dieses Wortes.
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Was ältere Lexika dazu sagen
- Pierer1857, Band 3, 1857, Seite 495.
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm
- Brockhaus1911, Stichwort „Burschikos“, 5. Auflage, Band 1, 1911, Seite 293.
Verweise aus dem Wiktionary-Eintrag. Diese Werke sind gemeinfrei.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Duden: Universalwörterbuch, 6. Auflage, Seite 347.
- Duden: Großes Fremdwörterbuch, 4. Auflage, Seite 230.
- Wahrig: Fremdwörterlexikon, 4. Auflage, Seite 139.
- wissen.de, Stichwort „Wörterbuch“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig
- The Free Dictionary
- OWID — Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch, Stichwort „275155“
- Herder1854, Band 1, 1854, Seite 729.
- Pierer1857, Band 3, 1857, Seite 495.
- Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm
- Brockhaus1911, Stichwort „Burschikos“, 5. Auflage, Band 1, 1911, Seite 293.
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