kuratieren
Verb. Sein Gebrauch ist zwischen den 1990er und den 2010er Jahren etwa auf das 14-Fache gestiegen.
Bedeutung
- [1]als Verwalter (Kurator, wissenschaftlicher Leiter) betreuen, organisieren
- [2]als Kreativer, künstlerischer Betreuer, eine Ausstellung oder ein Event unter subjektiven Gesichtspunkten zusammenstellen und begleiten
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]„Eine der wenigen von ihm kuratierten Sonderausstellungen „ Mit Spaten und Hubschrauber – 20 Jahre archäologische Forschung im unteren Neckarland “ zeigte einmal mehr seine außerordentliche Fähigkeit, die Arbeit eines Archöologen publikumswirksam in Szene zu setzen.“
Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg, Band 108,Ausgabe 1[2]Ich kuratiere eine Ausstellung.
[2]„Kuratiert wurde die Ausstellung von Gertrude Cepl-Kaufmann, Gerd Krumeich und Ulla Sommers, Projektleitung hatte Jasmin Grande, Jürgen Wiener kuratierte den Raum zur Architektur.“
Jürgen Wiener: Von der Bebauung der Region: Aufsätze zur architekturhistorischen Moderne[2]„Dafür verlegt sich das Kuratieren auf Prozesse, die ‚event-gebunden, flüchtig und letztlich unwiederholbar‘ sind […].“
herausgegeben von Verena Lewinski-Reuter, Stefan Lüddemann: Kulturmanagement der Zukunft: Perspektiven aus Theorie und Praxis[2]„In Produzenten-Galerien kuratieren Künstler selbst, ist das auch durch Laien denkbar?“
herausgegeben von Klaus Ulrich Werner: Bibliotheken als Orte kuratorischer Praxis
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1990er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1990er und den 2010er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 14-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2010er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Duden: Rechtschreibung, 24. Auflage
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Duden online
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig
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