echauffieren
Verb. Schriftlich bezeugt seit 1691.
Bedeutung
- [1](einem) durch etwas Anstrengendes oder Aufregendes heiß werden
- [2]in beunruhigende Erregung versetzen; sich ereifern, sein Gemüt erhitzen
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]„Mademoiselles rechte Wange noch rot vom Mittagsschlaf, mit der eingepreßten Struktur der Schlummerrolle. Sie war wie immer echauffiert. Sie knickte geziert, erschöpft in den Schaukelstuhl.“
Max Dauthendey: Josa Gerth, in: Projekt Gutenberg-DE[1]„Einige Zeit nachher folgte die Fortsetzung, diesmal in dem kleinen Zimmer des Oberaufsehers, in das ich hinuntergeholt wurde, wahrscheinlich damit der alte Herr sich nicht durch Treppensteigen zu echauffieren brauchte.“
[2]„Eine Unverschämtheit!“, echauffierte er sich.
[2]Eine Laufmasche im Strumpf ist kein Grund, sich dermaßen zu echauffieren.
[2]Darüber waren sie sehr echauffiert.
[2]„Es ist nicht so, dass man in deutschen Betrieben den lieben langen Tag nichts anderes tut als sich übereinander zu echauffieren.“
Eric T. Hansen (2010)
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1691 aus „Außübung Der Vernunfft-Lehre: Oder: Kurtze/ deutliche und …“ von Christian Thomasius — dort in der Schreibung echauffirt. Das Archiv führt 41 Fundstellen dieses Wortes.
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Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Duden: Universalwörterbuch, 6. Auflage, Seite 444
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig
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