redequell

Jede Angabe mit Beleg

Alte deutsche Schriften

Wer eine alte Urkunde, einen Feldpostbrief oder ein Kirchenbuch vor sich hat, sucht zuerst einen Namen für das, was er sieht. Hier stehen 10 Schriften mit ihrer Herkunft — 4 davon mit dem Artikel aus Meyers Konversations-Lexikon von 1888 im Wortlaut, also in der Sprache der Zeit, in der diese Schriften noch Alltag waren.

Was Meyers 1888 schon führte

Der Reihe nach

Jahreszahlen aus Wikidata (CC0), Angaben Dritter. Sie sagen, wann eine Schrift aufkam — nicht, wann sie zum ersten Mal gedruckt wurde.

Alle 10 Schriften

Die Oberbegriffe

Womit die anderen gemeint sind, wenn jemand „deutsche Schrift" sagt.

Handschriften

Was in alten Briefen, Urkunden und Kirchenbüchern steht.

Gebrochene Druckschriften

Die Schriften mit den gebrochenen Bögen — Textura bis Fraktur.

Runde Schriften

Die Gegenlinie: Unziale, Minuskeln, Antiqua.

Warum diese und keine anderen

Aufgenommen wird, worüber sich etwas belegen lässt: ein Artikel aus einem gemeinfreien Lexikon, ein Entstehungsjahr mit Quelle, oder Fundstellen in einem Fachwerk über Buchdruck. Ohne eines von dreien entsteht keine Seite, weil dann nur dastünde, was in der Wikipedia schon besser steht. Draussen bleiben deshalb vorerst Bastarda, Textura, Kurrentschrift und die Humanistische Minuskel — über sie ist in den hier benutzten Quellen nichts zu finden, was eine eigene Seite trüge.

Ein Wort zur Ehrlichkeit: bei den Redewendungen und den Fremdwörtern steht hinter jeder Angabe eine datierte Fundstelle. Für Schriftnamen geht das nicht — sie sind gewöhnliche Wörter, und eine Suche nach Rotunda findet ein Kräuterbuch. Deshalb trägt dieser Teil des Bestands andere Quellen, und jede Seite schreibt hin, welche.

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