kompetitiv
Adjektiv. Sein Gebrauch ist zwischen den 1930er und den 1950er Jahren etwa auf das 15-Fache gestiegen.
Bedeutung
- [1]mit jemandem im Wettbewerb stehend. Besonders, betont: in der Lage und bereit zu einem Kräftevergleich/Wettbewerb
- [2]miteinander konkurrierend, um eine chemische Verbindung einzugehen
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]„Mädchen sind weniger kompetitiv als Buben – in der Schule, in der Lehre und am Gymnasium. Das geht aus einer Untersuchung unter 1500 Berner Schülerinnen und Schülern hervor, die Einzug in den nationalen Bildungsbericht gefunden hat.“
Yannick Nock: Warum Mädchen bessere Noten haben, Buben aber Karriere machen[1]„Frauen und Männer hätten nicht unterschiedliche moralische Wertmaßstäbe, sondern Männer nehmen ihre Umwelt kompetitiver wahr.“
Claudia Krapp: Konkurrenz – Männer sehen die Welt kompetitiver[1]„Von zentraler Bedeutung für die Einübung der kompetitiv strukturierten Männlichkeit ist die peer group der gleichaltrigen männlichen Jugendlichen.“
Michael Meuser: Ernste Spiele: zur Konstruktion von Männlichkeit im Wettbewerb der Männer[1]„Das heutige Training der Anfänger verläuft glücklicherweise undramatisch. Zwei Tage später, beim Curzon Cup, wird es kompetitiver. Wer den Pokal gewinnt, wird auf der Ehrentafel im Clubhaus verewigt.“
Johannes Schweikle: St. Moritz: Well done, Clifton!, in: Zeit (2015)[1]Die Länder stehen in einem kompetitiven Verhältnis zueinander.
[1]„Der ORF kann […] seine Marktführerschaft am kompetitiven Wiener Radiomarkt verteidigen.“
ORF Marktführer – Stabiler Radiomarkt
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1920er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1930er und den 1950er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 15-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2000er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Duden online, Stichwort „kompetitiv“
- wissen.de, Stichwort „kompetitiv“
- wissen.de, Stichwort „kompetitiv“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „kompetitiv“
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