Legasthenie
Substantiv. Sein Gebrauch ist zwischen den 1950er und den 1970er Jahren etwa auf das 11-Fache gestiegen.
Bedeutung
- Entwicklungsverzögerung im Lesen oder Schreiben, massive und lang andauernde Störung des Erwerbs der Schriftsprache
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
Dass Markus an Legasthenie leidet, wurde erst in der dritten Klasse entdeckt.
Legasthenie ist eine der Dyskalkulie vergleichbare Lernstörung.
„Die Legasthenie hat an sich eine gute Prognose, d.h., sie hat die Tendenz, sich zu bessern.“
Anton Leischner: Aphasien und Sprachentwicklungsstörungen (1979)
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1910er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1950er und den 1970er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 11-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2000er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig
- The Free Dictionary
- Duden online
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