redequell

Jede Angabe mit Beleg

Ein wimmelndes Dorf: Dutzende Menschen führen gleichzeitig Sprichwörter vor — einer läuft mit dem Kopf gegen die Wand, eine Frau hängt ihrem Mann einen blauen Mantel um, im Wasser fasst jemand einen Aal beim Schwanz.

Woher eine Redewendung kommt — und wie sie anderswo heisst

Hochdeutsch, mundartlich, fremdsprachig — gleichrangig nebeneinander.

Belegt aus Karl Friedrich Wilhelm Wanders Deutschem Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), gemeinfrei.

Bild: Pieter Bruegel der Ältere, Die niederländischen Sprichwörter, 1559, Gemäldegalerie Berlin — gemeinfrei über Wikimedia Commons. Es zeigt 133 niederländische Sprichwörter des 16. Jahrhunderts — von denen genau zwei in diesem Bestand stehen: Perlen vor die Säue werfen und gegen den Strom schwimmen. Warum so wenige.

Wendungen mit den meisten Fassungen

Fremdwörter — und seit wann es sie gibt

Der zweite Bestand dieser Fläche: 120 Wörter, die man nachschlägt, weil man sie in einem Text nicht kennt. Was sie bedeuten, steht in jedem Wörterbuch — hier steht dazu, seit wann sie belegt sind und wann sie zum Alltagswort wurden. 98 tragen ihren ältesten Fund aus dem Deutschen Textarchiv, der älteste von 1530.

Alle 120 Fremdwörter

Alte deutsche Schriften

Der dritte Bestand: 10 Schriften, die älteste aus dem Jahr 750, die jüngste von 1915 — für alle, die eine alte Urkunde, ein Kirchenbuch oder einen Feldpostbrief vor sich haben und zuerst einen Namen für das suchen, was sie sehen. 4 davon mit dem Artikel aus Meyers Konversations-Lexikon von 1888 im Wortlaut.

Alle 10 Schriften

Nach Sprache

Deutsch steht in dieser Liste wie jede andere Sprache.

Alphabetisch

Wie dieser Bestand entsteht

Aufgenommen wird eine Wendung, wenn sie eine Bedeutungsangabe mit Quelle hat und bei Wander nachweisbar ist. Ein Fremdwort kommt herein, wenn wir etwas darüber wissen, das ein Wörterbuch nicht schreibt: einen datierten Erstbeleg, eine belegbare Verschiebung im Gebrauch oder einen Hinweis der Quelle darauf, womit es verwechselt wird. Eine Schrift braucht einen Artikel in einem gemeinfreien Lexikon, eine Herkunftsangabe, ein Entstehungsjahr mit Quelle oder Fundstellen in einem Fachwerk über Buchdruck — hier ist der Beleg ein anderer als bei den beiden anderen Beständen, und jede Seite schreibt hin, welcher. Was das ausschliesst, warum der Bestand Stellen enthält, die nicht nach vorn kommen, und unter welcher Lizenz alles steht: Über den Bestand.