- 136 Wendungen
- 1166 Fassungen
- 22 Sprachen
- 690 mit Fundstelle
- 120 Fremdwörter
- 10 Schriften
Belegt aus Karl Friedrich Wilhelm Wanders Deutschem Sprichwörter-Lexikon (1867–1880), gemeinfrei.
Bild: Pieter Bruegel der Ältere, Die niederländischen Sprichwörter, 1559, Gemäldegalerie Berlin — gemeinfrei über Wikimedia Commons. Es zeigt 133 niederländische Sprichwörter des 16. Jahrhunderts — von denen genau zwei in diesem Bestand stehen: Perlen vor die Säue werfen und gegen den Strom schwimmen. Warum so wenige.
Wendungen mit den meisten Fassungen
- ein Mann, ein Wort
Tschechisch„Muž slovo."
- Deutsch
- Tschechisch
- Französisch
- Niederländisch
- Lateinisch
- +5
- im Trüben fischen
Englisch„To fish in troubled waters."
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Italienisch
- Lateinisch
- +5
- Gelegenheit macht Diebe
Mittelhochdeutsch„State machet manegen diep. – Wan stunt und stat vil dieben macht. – Die stat lêrt den diep steln. – Wann den dewb macht die stat."
- Deutsch
- Mittelhochdeutsch
- Tschechisch
- Englisch
- Französisch
- +8
- den Nagel auf den Kopf treffen
Englisch„To hit the nail on the head."
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Italienisch
- Lateinisch
- +3
- gegen den Strom schwimmen
Tschechisch„Darmo proti vodĕ plevati."
- Deutsch
- Tschechisch
- Englisch
- Französisch
- Niederländisch
- +4
- den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen sehen
Tschechisch„Mrvu z cizího oka vyvrhuješ, a v svém břevna nevidíš."
- Deutsch
- Tschechisch
- Dänisch
- Englisch
- Französisch
- +6
- eine Hand wäscht die andere
Tschechisch„Ruka ruku mývá."
- Deutsch
- Tschechisch
- Dänisch
- Französisch
- Italienisch
- +6
- wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein
Lateinisch„Qui struit insidias ali, sibi damnum dat ipsi. – Sibi parat malum, qui alteri parat."
- Deutsch
- Lateinisch
- Mittelhochdeutsch
- Tschechisch
- Englisch
- +5
Fremdwörter — und seit wann es sie gibt
Der zweite Bestand dieser Fläche: 120 Wörter, die man nachschlägt, weil man sie in einem Text nicht kennt. Was sie bedeuten, steht in jedem Wörterbuch — hier steht dazu, seit wann sie belegt sind und wann sie zum Alltagswort wurden. 98 tragen ihren ältesten Fund aus dem Deutschen Textarchiv, der älteste von 1530.
- Die ältesten Belege
- konsolidieren 1530
- Administration 1531
- Disposition 1558
- antizipieren 1571
- Korrespondenz 1574
- Ambiguität 1583
- Wörter, deren Gebrauch gekippt ist
- Akquise auf das 42-Fache
- Resilienz auf das 39-Fache
- konnotieren auf das 23-Fache
- Geriatrie auf das 22-Fache
- Kavitation auf das 22-Fache
- autark auf das 21-Fache
Alte deutsche Schriften
Der dritte Bestand: 10 Schriften, die älteste aus dem Jahr 750, die jüngste von 1915 — für alle, die eine alte Urkunde, ein Kirchenbuch oder einen Feldpostbrief vor sich haben und zuerst einen Namen für das suchen, was sie sehen. 4 davon mit dem Artikel aus Meyers Konversations-Lexikon von 1888 im Wortlaut.
- Was Meyers 1888 schon führte
- Antiqua Seite 648
- Fraktur Seite 480
- Gebrochene Schrift Seite 560
- Kanzleischrift Seite 478
- Der Reihe nach
- Karolingische Minuskel 750
- Gebrochene Schrift 1050
- Schwabacher 1472
- Antiqua 1600
- Fraktur 1600
- Sütterlinschrift 1915
Nach Sprache
Deutsch steht in dieser Liste wie jede andere Sprache.
- Deutsch 136
- Französisch 80
- Lateinisch 74
- Niederländisch 68
- Englisch 31
- Italienisch 29
- Dänisch 27
- Schwedisch 19
- Tschechisch 19
- Spanisch 15
- Polnisch 11
- Mittelhochdeutsch 10
- Ungarisch 10
- Slowenisch 5
- Kroatisch 4
Alphabetisch
Wie dieser Bestand entsteht
Aufgenommen wird eine Wendung, wenn sie eine Bedeutungsangabe mit Quelle hat und bei Wander nachweisbar ist. Ein Fremdwort kommt herein, wenn wir etwas darüber wissen, das ein Wörterbuch nicht schreibt: einen datierten Erstbeleg, eine belegbare Verschiebung im Gebrauch oder einen Hinweis der Quelle darauf, womit es verwechselt wird. Eine Schrift braucht einen Artikel in einem gemeinfreien Lexikon, eine Herkunftsangabe, ein Entstehungsjahr mit Quelle oder Fundstellen in einem Fachwerk über Buchdruck — hier ist der Beleg ein anderer als bei den beiden anderen Beständen, und jede Seite schreibt hin, welcher. Was das ausschliesst, warum der Bestand Stellen enthält, die nicht nach vorn kommen, und unter welcher Lizenz alles steht: Über den Bestand.
