disruptiv
Adjektiv. Sein Gebrauch ist zwischen den 1990er und den 2010er Jahren etwa auf das 10-Fache gestiegen.
Bedeutung
- etwas Bestehendes auflösend, zerstörend
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
Die erzwungene Mobilität vieler Arbeitnehmer kann disruptive Folgen für ihre sozialen Beziehungen haben.
„Dann berichtet man von der Bedeutung des MP3-Formats und der Datenkompression für die vernetzte Popkultur, man stellt die disruptive Kraft dieser Innovation heraus und behandelt so die Digitale Revolution und den Schub, den uns das Internet in den letzten zwanzig Jahren versetzt hat.“
Triumph der Kompression
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1900er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1990er und den 2010er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 10-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2010er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia: „disruptive Technologie“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „disruptiv“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „disruptiv“
- Duden online, Stichwort „disruptiv“
- PONS, Stichwort „disruptiv“
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