redundant
Adjektiv. Schriftlich bezeugt seit 1867.
Bedeutung
- [1]mehrfach vorhanden, wiederholt
- [2]die Eigenschaft des genetischen Codes, dass bei der Translation dieselbe Aminosäure durch mehr als nur eine Basentriplettkombination hergestellt werden kann, besitzend
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[1]In jeder sprachlichen Äußerung gibt es redundante Erscheinungen, die zur Sicherung der Kommunikation wichtig sind. In der Linguistik gelten redundante Informationen nicht als überflüssig.
[1]„Was ihm an diesen Orten des Schreckens widerfährt, wird in siebenundvierzig Kapiteln bis ins redundanteste Detail protokolliert, und zwar mit einem Realismus, der so konsequent an der Oberfläche bleibt, wie man es von Jugendbüchern der unbedarfteren Sorte kennt.“
https://www.sueddeutsche.de/kultur/roman-neue-vahr-sued-lehrjahre-des-ziellosen-lebens-1.806583[1]„Geschriebene Sprache kann einerseits weniger redundant sein, weil ein schriftlich festgehaltener Satz beliebig oft betrachtet werden kann.“
Florian Coulmas: Über Schrift. Suhrkamp, Frankfurt/Main 1982, Seite 39. .[2]Die Aminosäure Cystein kann sowohl durch das Basentriplett UGU, als auch durch das Codon UGC translatiert werden. Daher heißt der genetische Code redundant.
[2]„Wie in Kapitel 2 erläutert, ist der genetische Code insofern redundant, als mehrere Codons die gleiche Aminosäure codieren können.“
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1867 aus „Das Kapital: Kritik der politischen Oekonomie“ von Karl Marx. Das Archiv führt 8 Fundstellen dieses Wortes.
Distributed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 License.
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1900er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1950er und den 1970er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 15-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2000er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia: „redundant“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „redundant“
- Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „redundant“
- Wikipedia: „Punktmutation“
Weiter im Bestand
Alle Fremdwörter · Redewendungen und Sprichwörter · Über den Bestand