queer
Adjektiv. Sein Gebrauch ist zwischen den 1980er und den 2000er Jahren etwa auf das 6-Fache gestiegen.
Bedeutung
- eine nicht-heterosexuelle sexuelle Orientierung und/oder eine nicht-binäre und/oder transgeschlechtliche Geschlechtsidentität aufweisend oder sich darauf beziehend (meist als Ausdruck bewusster Abgrenzung zu einer empfundenen heterosexuellen und binär-cisgeschlechtlichen gesellschaftlichen Norm)
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
Queer ist so stets an die bereits aus den identity politics bekannten Grenzziehungsprozesse gebunden, die bestimmen, wer zum ‚Wir‘ gehört in Abgrenzung zu einem konstitutiven Außen (…).
| Autor=Maximilian Waldmann | Titel=Queer/Feminismus und kritische Männlichkeit | TitelErg=Ethico-politische und pädagogische Positionen | Verlag=Barbara Budrich | Jahr=2019 | Seiten=181 | ISBN=9783863884550 | Zugriff=2024-12-28 }}.„[Karleuša] ist nicht nur heimlicher Star der queeren Szene, sie ist auch offene Verbündete.“
Nadia Pantel: In den Schluchzern des Balkan, in: Süddeutsche Online (2016)„Später erklärten sie auf dem Podium, dass sie sich selbst als Botschafter eines neuen schwarzen, queeren Südafrikas verstünden – und Vorbild für Gleichgesinnte sein wollen, die im Alltag der strukturellen Gewalt gegenüber Queeren ausgesetzt sind.“
Phiipp Rhensius: Death Metal aus Simbabwe ist doch ganz normal, in: FAZ Online (2017)„Nur wer persönlich von Diskriminierung betroffen sei, dürfe sich dazu äussern, heisst es von der Mehrheit der queeren Vertreter.“
Caroline A. Sosat: Grüsse von der Gender-Front, in: NZZ Online (2017)„Von 11. bis 21. Juni wirft das Identities-Festival wieder einen cineastischen Blick auf queere Themen.“
Maciej Palucki: „Identities“: Queer-Filme, in: Presse (Onlineausgabe) (2015)„Deutschland ist das queerste Land Europas.“
Stefan Lauer: Neue Studie: Kein Land in Europa ist so schwul, lesbisch und trans wie Deutschland
Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1900er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1980er und den 2000er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 6-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2000er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Duden online
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