idiosynkratisch
Adjektiv. Schriftlich bezeugt seit 1825.
Bedeutung
- [1]allgemein: spezifisch, eigentümlich
- [2]Linguistik: Eigenschaft, nur bei einzelnen Wörtern vorzukommen und sich nicht aus Regeln zu ergeben; einer Idiosynkrasie entsprechend
- [3]Medizin: heftig auf Reize reagierend
- [4]Psychologie: von starker Abneigung erfüllt
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird es gebraucht
[2]Ein Wort wie „Löwenzahn“ ist in seiner Bedeutung idiosynkratisch; man kann die Bedeutung nicht aus der Bedeutung seiner Wortteile (Konstituenten) herleiten. (Ein „Löwenzahn“ ist nicht der Zahn eines Löwen.)
Seit wann es belegt ist
Der älteste Fund im Deutschen Textarchiv stammt von 1825 aus „System der psychisch-gerichtlichen Medizin, oder …“ von Johann Christian August Heinroth — dort in der Schreibung idiosyncratische. Das Archiv führt 2 Fundstellen dieses Wortes.
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Wie sich der Gebrauch verschoben hat
Im Korpus taucht das Wort ab den 1900er Jahren regelmässig auf. Zwischen den 1960er und den 1980er Jahren ist seine Häufigkeit etwa auf das 6-Fache gestiegen; am häufigsten steht es in den 2000er Jahren.
Gezählt in Googles deutschem Buchkorpus (Ngram, Ausgabe 2019, CC BY 3.0). Das ist eine Aussage über diesen Bestand an Büchern, nicht über die deutsche Sprache: was gedruckt und digitalisiert wurde, ändert sich über die Jahrzehnte. Anders als der Erstbeleg oben nennt diese Angabe kein einzelnes Werk — sie zeigt eine Richtung, keine Fundstelle.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- Wikipedia: „idiosynkratisch“
- DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „idiosynkratisch“, [?]
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