redequell

Jede Angabe mit Beleg

Perlen vor die Säue werfen

Eine Redewendung: sie fügt sich in einen Satz ein und wird mitgebeugt. Wander führt sie 1867 als Sprichwort. Schriftlich bezeugt seit 1667.

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

So wird sie gebraucht

Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Herkunft und Erläuterung bei Wander

Edles und Herrliches nicht dem, der es weder zu würdigen versteht, noch verdient. „It is nicht goed und plecht nicht to tögen, dat man de perlen werpet vor de sögen.“ ( Lauremberg, IV, 351. ) Bei Tunnicius (6) : Men sal de perlen nicht vor de swyne werpen. (Porcellis gemmas, gallo quis spargeret aurum.)

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Perle“.

Seit wann sie belegt ist

Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1667 bei Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von, „Exempel Der unveränderlichen Vorsehung Gottes: Unter einer …“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „Perlen vor die Säue werfen“; das Korpus kennt sie an 5 Stellen.

Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Perle“, Nr. 11.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 3, „Perle“, Nr. 29

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.

In denselben Sprachen überliefert

Diese Wendungen sind bei Wander in denselben Sprachen belegt — ein Weg durch den Bestand, keine Bedeutungsnähe.

Fassungen in: Mittelhochdeutsch · Tschechisch · Englisch · Französisch · Niederländisch · Italienisch · Lateinisch · Schwedisch · Ungarisch