Fraktur
Verzeichnet schon in Meyers Konversations-Lexikon von 1888.
Was sie ist
Die Fraktur (von lateinisch fractura „Bruch“, seit Mitte des 15. Jahrhunderts auch „gebrochene Schrift“) ist eine Schriftart aus der Gruppe der gebrochenen Schriften.
Kurzbeschreibung aus der deutschen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Woher der Name kommt
im 16. Jahrhundert von lateinisch frāctūra „Bruch“ entlehnt, abgeleitet von dem lateinischen Verb frangere (Partizip Perfekt: fractum) „brechen, zerbrechen“
Worauf sich die Angabe stützt: Wikipedia: „Fraktur“ · Wikipedia: „Knochenbruch“ · Wikipedia: „Fraktur (Schrift)“ · Wikipedia: „Gebrochene Schrift“ · DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „Fraktur“ · Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „Fraktur“
Herkunftsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
Was Meyers 1888 dazu schrieb
Fraktūr (lat.), Bruch, besonders in der Chirurgie jeder Knochen- oder Beinbruch; in der Buchdruckerei Name der sogen. deutschen Lettern wegen ihrer scharf gebrochenen Ecken, zum Unterschied von der abgerundeten römischen oder Antiquaschrift. Albrecht Dürer, Vinzenz Rockner, Hofsekretär des Kaisers Maximilian I., und Johann Neudörfer, ein Schönschreiber in Nürnberg und Zeitgenosse der Vorgenannten, sind ihre Urheber (s. ). Die F. findet sich außer zum Druck von deutschen Werken auch angewandt für die dänische, norwegische, finnische, lettische, litauische, esthnische, föhrische, isländische und zum Teil auch für die schwedische Sprache; doch weicht sie in der Neuzeit hier mehr und mehr der …
Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage (1885–1890), Seite 480. Gemeinfrei, über de.wikisource — Seite korrigiert.
Woher sie kommt
- Entstanden 1600
Angaben aus Wikidata, CC0 — eine Angabe Dritter, keine eigene Feststellung. Wo ältere Nachschlagewerke etwas anderes sagen, steht beides auf dieser Seite.
Im Fachbestand des Textarchivs
Die Arten davon, und doppel Mittel Antiqua, Cursiv, Fractur, Versal, siehe unsere Schrifftprobe p. 156.
Gessner, Christian Friedrich, Der so nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst und Schriftgießerey, 1741, Seite 549 — die älteste Stelle im Textarchiv, an der die Schrift in einem Satz vorkommt und nicht bloss in einer Schriftprobe. Schreibung wie im Druck.
- 17 Fundstellen in Die so nöthig als nützliche Buchdruckerkunst und Schriftgießerey, 1740 — Gessner, Christian Friedrich; Hager, Johann Georg
- 13 Fundstellen in Der so nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst und Schriftgießerey, 1740 — Gessner, Christian Friedrich
- 6 Fundstellen in Der so nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst und Schriftgießerey, 1741 — Gessner, Christian Friedrich
- 4 Fundstellen in Der so nöthig als nützlichen Buchdruckerkunst und Schriftgießerey, 1745 — Gessner, Christian Friedrich
Gezählt im Deutschen Textarchiv (CC BY-SA 4.0), und nur in Werken über Buchdruck und Schriftgiesserei — ohne diese Einschränkung liefert die blosse Wortsuche das falsche Wort: für Rotunda ein Kräuterbuch von 1656, für Antiqua ein lateinisch betiteltes Werk von 1614. Das ist kein Erstbeleg. Es sagt, wie oft die Schrift in dem Fachwerk vorkommt, das im Korpus liegt — nicht, seit wann es sie gibt.
Wozu sie gehört
Weiter im Bestand
Aus derselben Gruppe: Rotunda · Schwabacher