redequell

Jede Angabe mit Beleg

den Nagel auf den Kopf treffen

Eine Redewendung: sie fügt sich in einen Satz ein und wird mitgebeugt. Wander führt sie 1867 als Redensart, mit einem Stern hinter der Nummer. Schriftlich bezeugt seit 1653.

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

So wird sie gebraucht

Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Herkunft und Erläuterung bei Wander

Spott auf den Hochmüthigen, in Bezug auf den gepfählten Verbrecherkopf, der höher hinaufgekommen ist, als er wol hinauswollte. Um zu sagen, dass jemand an Einbildung, Dunkel, Selbstüberschätzung u. s. w. leidet, haben wir noch folgende verwandte Redensarten: Er trägt die Nase hoch. Er bläst sich auf wie ein Frosch. Er ist patzig wie ein Stint, dumm wie ein Kind. Er hat einen steifen Rücken. Er hat einen Knochen im Leibe. Er hat einen Besenstiel im Rücken. Er hat einen Ladestock verschluckt.

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Nagel“, Nr. 82 — siehe unten bei den weiteren Fundstellen.

Seit wann sie belegt ist

Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1653 bei Wartmann, Sigismund Friedrich, „De Statu Pertvrbato Franciae et Germaniae: Vnpartheyischer …“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „den Nagel auf den Kopf treffen“; das Korpus kennt sie an 35 Stellen.

Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Nagel“, Nr. 80 (von Wander als Redensart markiert).

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 3, „Nagel“, Nr. 80

Eine Sache da angreifen, wo eine Wirkung erfolgen muss. In Würzburg: 'N Nagel auf'n Kopf treffa. ( Sartorius, 174. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Nagel“.

Band 3, „Nagel“, Nr. 89

„Mancher klopft mit dem Hammer an der Wand herum und glaubt, er treffe jedesmal den Nagel auf den Kopf.“ ( Goethe's Werke, III, 171. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Nagel“.

Band 3, „Nagel“, Nr. 82

Band 3, „Nagel“, Nr. 31

Band 2, „Kopf“, Nr. 397

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.

Die deutschsprachige Wikipedia hat einen Artikel über diese Wendung: Den Nagel auf den Kopf treffen.

Wendungen mit demselben Bild

Gemeinsam ist das Wort, nicht zwingend die Bedeutung.

Fassungen in: Englisch · Französisch · Italienisch · Lateinisch · Schwedisch