redequell

Jede Angabe mit Beleg

eine Hand wäscht die andere

Ein Sprichwort: ein Satz, der für sich steht und eine Erfahrung ausspricht. Wander führt sie 1867 als Sprichwort. Schriftlich bezeugt seit 1752.

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

So wird sie gebraucht

Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Herkunft und Erläuterung bei Wander

„ ... Das eine Handt wesch die ander rein.“ ( Waldis, IV, 61. ) Eine Gegengefälligkeit hat eine andere zur Folge. Oft auch: die unerlaubte Handlung des einen bleibt infolge der unerlaubten Handlung des andern ungestraft, indem keiner den andern verräth. (S. Dienst 22, Hund u. Traube.) Die Neger in Surinam sagen ähnlich: Die rechte Hand wäscht die linke Hand, die linke Hand wäscht die rechte Hand. Fast denselben Gedanken drückt ein anderes ihrer Sprichwörter aus: Eine Hand kann ihren Rücken nicht waschen, noch kann ein Euss allein gehen.

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Hand“.

Seit wann sie belegt ist

Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1752 bei Rabener, Gottlieb Wilhelm, „Sammlung satyrischer Schriften“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „Eine Hand wäscht die andere“; das Korpus kennt sie an 32 Stellen.

Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Hand“, Nr. 123.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 2, „Hand“, Nr. 445

Band 2, „Hand“, Nr. 116

Band 2, „Hand“, Nr. 675

Band 2, „Hand“, Nr. 835

Von andern oder auch von demselben, dem er gegeben, auf einer andern Seite.

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Hand“.

Band 2, „Hand“, Nr. 836

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.

Die deutschsprachige Wikipedia hat einen Artikel über diese Wendung: Eine Hand wäscht die andere.

Wendungen mit demselben Bild

Gemeinsam ist das Wort, nicht zwingend die Bedeutung.

Fassungen in: Tschechisch · Dänisch · Französisch · Italienisch · Krainerisch · Lateinisch · Slowenisch · Spanisch · Tschudisch · Ungarisch