redequell

Jede Angabe mit Beleg

wo der Schuh drückt

Eine Redewendung: sie fügt sich in einen Satz ein und wird mitgebeugt. Wander führt sie 1867 als Redensart, mit einem Stern hinter der Nummer. Schriftlich bezeugt seit 1858.

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

So wird sie gebraucht

Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Herkunft und Erläuterung bei Wander

Die Franzosen sagen von jemand, der sich in dieser Lage befindet: Er ist im Gefängniss des heiligen Crispin. Bei den Katholiken hat jedes Gewerbe seinen Schutzheiligen, der in demselben sich auszeichnet. Der Schutzheilige der Schuhmacher ist der heilige Crispin, der nach der Legende im Geruch der Heiligkeit gestorben ist. Die Schuhmacher wählten ihn daher zu ihren Schutzheiligen und geben noch jetzt ein grosses Fest ihm zu Ehren. Il est dans la prison de Saint-Crépin. ( Lendroy, 1247. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Schuh“, Nr. 174 — siehe unten bei den weiteren Fundstellen.

Seit wann sie belegt ist

Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1858 bei Falke, Jakob von, „Die deutsche Trachten- und Modenwelt: Ein Beitrag zur …“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „Wo der Schuh drückt“; das Korpus kennt sie an 5 Stellen.

Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Schuh“, Nr. 256 (von Wander als Redensart markiert).

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 4, „Schuh“, Nr. 174

Band 4, „Schuh“, Nr. 182

Die Furcht vor dem Tode oder die Gewissheit zu sterben.

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Schuh“.

Band 4, „Schuh“, Nr. 216

„ ... Jck meine, gi hebben woll geuolett, wor jude scho dringett.“ ( Strals. Chronik, I, 49. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Schuh“.

Band 4, „Schuh“, Nr. 75

Band 4, „Schuh“, Nr. 166

Von einem allgemeinen Uebel, das viele oder alle betrifft, als Steuern, Krankheit, Tod.

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Schuh“.

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.

Im Register nebenan

Die alphabetischen Nachbarn.