redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

wer A sagt, muss auch B sagen

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Wer etwas Gutes anfängt, soll auch streben es zu vollenden. Wer mit der Erlernung einer Kunst, Wissenschaft etc. beginnt, muss rüstig darin fortfahren.

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „A“.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1, Leipzig 1867–1880. Stichwort „A“, Nr. 10.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 3, „Sagen“, Nr. 150

In Hamburg: De en dingk secht, de moth bewyszen. ( Lappenberg, 277, 190. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Sagen“.

Band 3, „Sagen“, Nr. 86

Band 3, „Sagen“, Nr. 158

Wer etwas behauptet oder eine Klage anhängig nacht. Im Ostfriesischen: De dair secht und settet, de moit bewiesen. ( Wicht, I, 27, 59. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Sagen“.

Band 3, „Sagen“, Nr. 6

Wird in Breslau, besonders, wenn nicht ausschliesslich, in Studenten- und Gelehrtenkreisen in Fällen angewandt, wo jemand etwas, wonach er gefragt wird, nicht weiss. Man er zählt die Entstehung des Sprichworts so. Der Prof. Elvenich soll die Gewohnheit gehabt haben, auch die Candidaten, die sich vorzugsweise den Realwissenschaften zugewandt haben, speciell in der Philosophie zu prüfen. So verlangte er einst von einem Candidaten der Naturwissenschaften, derselbe solle ihm den Inhalt des ersten Buchs von Kant's Kritik der reinen Vernunft angeben. Dieser erklärte, dass er damit nicht bekannt sei, worauf Prof. Elvenich erwiderte: „Nun, da werd' ich es Ihnen sagen.“ Er fragte dann in derselben Weise nach dem Inhalt des zweiten Buchs, und da dieselbe Antwort erfolgte, bemerkte der Professor wieder: „Nun, da werd' ich es Ihnen sagen.“ Dies oder Aehnliches soll wiederholentlich vorgekommen und auf diese Weise das Sprichwort entstanden sein.

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Sagen“.

Band 3, „Sagen“, Nr. 61

Wenn man nämlich etwas Gutes zu sagen hat; vielleicht lassen dann andere etwas weniger Gutes ungesagt.

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Sagen“.

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Verwandtes

Fassungen in: Französisch · Lateinisch