redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

viel Geschrei und wenig Wolle

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Sagt man jetzt fast ganz allgemein in Deutschland, ohne sich eben viel dabei denken zu können. Der richtige Sinn dieses Sprichwortes scheint sich in der Schweiz erhalten zu haben, wo es lautet: „Vil G'scherei (d. h. viel Scherens) und wenig Wolle.“ In unserer Mundart müsste es also etwa lauten: „Viel Schererei und wenig Wolle.“ ( Deutscher Sprachwart von Max Moltke, IX, 9, 143. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 5, Stichwort „Geschrei“.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 5, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Geschrei“, Nr. 64.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 1, „Geschrei“, Nr. 35

Band 1, „Geschrei“, Nr. 48

„Je mehr die Menschen reden und schreiben, desto weniger handeln sie. Stumme Verzweiflung ist alleinige Mutter gefährlicher Verschwörungen; daher ein vollendeter Tyrann gewöhnlich der Vater der Freiheit.“ ( Welt und Zeit. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Geschrei“.

Band 1, „Geschrei“, Nr. 52

Mehr Lärmen als Nüsse, sagen die Spanier. Und der Engländer führt in diesem Sinne Geschütze gegen Fliegen auf. ( Reinsberg IV, 76. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Geschrei“.

Band 1, „Geschrei“, Nr. 49

So steht auch die grosse Masse von Wissen, welche über die Welt verbreitet ist, durchaus in keinem Verhältniss mit der sparsam verbreiteten gesunden Vernunft.

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Geschrei“.

Band 1, „Geschrei“, Nr. 58

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

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