redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

steter Tropfen höhlt den Stein

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Tropfen (Verb.)“, Nr. 2.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 4, „Tropfen (Subst.)“, Nr. 29

Band 4, „Tropfen (Subst.)“, Nr. 15

Die Russen: Viel Reglein zerbrechen auch zuletzt den Quaderstein. ( Altmann VI, 398. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Tropfen (Subst.)“.

Band 4, „Stein“, Nr. 126

Band 4, „Tropfen (Subst.)“, Nr. 8

Das Sprichwort schildert die Macht des Kleinen, wie sie zu mächtigen Wirkungen durch unablässige Wiederholung anschwillt; non vi sed saepe cadendo, nicht durch Gewalt, sondern durch beharrliches Aufschlagen. Eine neue Erfindung, das in der Wiener Weltausstellung 1873 aufgestellte, von dem Amerikaner Tilphmann erfundene, Sandgebläse liefert für diese Macht des Kleinen einen neuen Beleg. Vgl. den Artikel: Wie Zwerge Riesenarbeiten verrichten in der Gartenlaube, 1873, Nr. 43. „Vom stets fallenden Tropfen bekommt, so sagt man im Sprichwort, Aushöhlungen ein Stein und Vertiefungen.“ ( Bion, Griech. Lyriker. ) „Leise tröpfelnd dringt der Regen endlich auch in Marmor ein.“ ( Gotter. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Tropfen (Subst.)“.

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

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