redequell

Jede Angabe mit Beleg

den Faden verlieren

Eine Redewendung: sie fügt sich in einen Satz ein und wird mitgebeugt. Wander führt sie 1867 als Redensart, mit einem Stern hinter der Nummer. Schriftlich bezeugt seit 1756.

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

So wird sie gebraucht

Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Herkunft und Erläuterung bei Wander

Nach Kant (X, 180) hat ein englischer Advocat die Gewohnheit gehabt, beim Plaidiren einen Bindfaden aus der Tasche zu nehmen, den er unaufhörlich um den Finger auf- und abwickelte. Als sein Gegenadvocat ihm denselben einmal heimlich aus der Tasche prakticirt habe, sei er in Verlegenheit gekommen', und man habe gesagt, er habe den Faden seiner Rede verloren. Doch scheint mir dies eher eine Anwendung der Redensart als eine zufriedenstellende Erklärung ihres Ursprungs zu sein.

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Faden“.

Seit wann sie belegt ist

Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1756 bei Darjes, Joachim Georg, „Erste Gründe der Cameral-Wissenschaften: darinnen die …“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „Den Faden verlieren“; das Korpus kennt sie an 5 Stellen.

Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Faden“, Nr. 25 (von Wander als Redensart markiert).

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.

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