den Bock zum Gärtner machen
- Deutsch
- Lateinisch
- Dänisch
- Französisch
- Niederländisch
Bedeutung
- jemandem eine Aufgabe übertragen, zu der er nicht geeignet ist; demjenigen, der Schaden verursacht, die Pflege einer Sache anvertrauen / die Verantwortung für etwas übertragen
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
Überlieferte Fassungen
Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.
- Deutsch
Man muss den Bock nicht zum Gärtner machen.
Beleg: Simrock, 1179; Blum, 122; Bücking, 378; Gaal, 224 - Lateinisch
Pone seram, cohibe, sed quis custodiet ipsos custodes?
Beleg: Juvenal · Seybold, 449; Philippi, II, 101; Binder I, 1379; II, 2607
Wie Friedrich der Grosse einen Bock zum Gärtner macht, findet man Schlesische Chronik (Nr. 58, 1838, Beilage zur Breslauer Zeitung) .
Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Bock“.
Woher der Beleg stammt
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Bock“, Nr. 48.
Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.
Weitere Fundstellen bei Wander
Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.
Band 1, „Bock“, Nr. 79
- Deutsch
Den Bock zum Gärtner setzen.
- Dänisch
At lade bukken vogte haven (ulven faarene, høgen hønsene').
Beleg: Prov. dan., 96 - Französisch
Au plus larron la bourse.
Beleg: Lendroy, 215 - Lateinisch
Malus janitor. – Mustelae sevum committere.
Beleg: Erasm., 442; Philippi, I, 240 · Erasm., 769; Philippi, I, 266; Seybold, 324; Binder I, 1054; II, 1963
Band 1, „Bock“, Nr. 85
- Deutsch
Einen Bock machen (schiessen).
Beleg: Wurzbach II, 44; Grimm, II, 203, 8; Körte, 667 - Französisch
Il a choppé lourdement.
- Niederländisch
Hij heeft een' bok gemaakt. – Hij schiet een bok.
Beleg: Sprenger III, 10, und Anhang S. 24 · Harrebomée, I, 74
Von argen Fehl- und Misgriffen, auch wol dummen Streichen. Man erzählt: Ein pommerscher Edelmann, wiewol kurzsichtig, doch leidenschaftlicher Jagdliebhaber, war einst zur Herbstzeit auf der Jagd. In einem Vorgehölz ertönte der Ruf: Tirez haut! dessen man sich beim Aufsteigen von Federwildpret bedient, als ein vom Jagdgetön erschreckter, aus einer weidenden Herde versprengter Ziegenbock schnell eine Anhöhe hinaufeilte. Der Edelmann schoss und rief, als der Bock gestürzt, freudig aus: „Do lêt, hol mir der Döbel, der Schnepf.“ Es gibt keinen Beruf und Stand, in dem nicht dergleichen Schnepfen geschossen werden.
Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Bock“.
Band 1, „Bock“, Nr. 14
- Deutsch
Der Bock dienet nicht zum Gärtner.
Beleg: Henisch, 441
Band 5, „Bock“, Nr. 106
- Deutsch
Der Bock ist kein guter Gärtner.
Band 1, „Bock“, Nr. 61
- Deutsch
Wenn der Bock zum Gärtner wird, die jungen Bäum' er selten ziert.
Beleg: Henisch, 442; Lehmann, 70, 5
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- [1]
- [1]
- [1] , „den Bock zum Gärtner machen“, Seite 132.
- [1] , „den Bock zum Gärtner machen“, Seite 66.
- [1] , „den Bock zum Gärtner machen“, Seite 110.
Verwandtes
- am Hungertuch nagen
- Deutsch
- Lateinisch
- da liegt der Hund begraben
- Deutsch
- Französisch
- Niederländisch
- Lateinisch
- das Heft in der Hand halten
- Deutsch
- Lateinisch
- Französisch
- das Maul halten
- Deutsch
- Lateinisch
- Französisch
- Niederländisch
- das Kind mit dem Bade ausschütten
- Deutsch
- Französisch
- Lateinisch
- Dänisch
- +1
- den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen
- Deutsch
- Lateinisch
- Polnisch
- Tschechisch
- +2
Fassungen in: Lateinisch