redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

„Wenn Reden Silber und Schweigen Gold ist, dann sind die Thronreden eine Mischung, in der das Gold jedenfalls das Uebergewicht hat.“ ( Dove, 594. ) Die Rabbiner sagen: Wenn ein Wort einen Sela kostet, so ist Schweigen deren zwei werth. ( Fürstenthal, 153. ) Sehr oft ist Reden Gold und Schweigen blos Silber oder Blei. Dies Sprichwort gehört seinem Ursprunge nach den Arabern an, die gerade über das Reden eine grosse Anzahl charakteristische Aussprüche und Sprichwörter haben. Wie ihnen rasches Gehen als unangemessen gilt, ebenso wenig ist ihnen schnelles und lautes Sprechen erlaubt. Der Koran lehrt: „Befleissige dich, deine Schritte zu mässigen und einen leisen Ton zu reden, denn die unleidlichste aller Stimmen ist die Stimme des Esels.“ Ein arabischer Dichter bemerkt dazu: „Zahllos sind die Laster der Menschen, eines sühnt sie alle: Schicklichkeit der Rede.“

Wanders eigene Erläuterung, Band 3, Stichwort „Reden“.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Reden“, Nr. 147.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 4, „Schweigen“, Nr. 125

Unter Umständen hat das Reden mehr Werth als das Schweigen.

Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Schweigen“.

Band 5, „Reden (Verb.)“, Nr. 511

Diesen Vorwurf machte Augustinus dem Petilianus: Loqui nescit, at tacere non potest. ( Zubrodt, 303. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 5, Stichwort „Reden (Verb.)“.

Band 1, „Gold“, Nr. 224

Band 1, „Gold“, Nr. 225

Wenn man jemand begegnet, den man lange nicht gesehen hat, oder bei seltenem Besuch.

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Gold“.

Band 3, „Reden“, Nr. 17

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Verwandtes

Fassungen in: Tschechisch · Französisch · Lateinisch