guter Dinge
Eine Redewendung: sie fügt sich in einen Satz ein und wird mitgebeugt. Wander führt sie 1867 als Redensart, mit einem Stern hinter der Nummer. Schriftlich bezeugt seit 1572.
Bedeutung
- [1]in einer heiteren, vergnügten Stimmung
- [2]voller Zuversicht
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird sie gebraucht
[1]„Doch er schien guter Dinge, summte eine Melodie vor sich hin.“
Erik Neutsch: Spur der Steine (1964)[2]„Er war wie immer fröhlich und guter Dinge; er glaubte an den nahen Sieg.“
Hans Magnus Enzensberger: Der kurze Sommer der Anarchie (1972)
Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.
Überlieferte Fassungen
Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.
- Deutsch
Guter Ding sein.
Beleg: Sandvoss, 210
Herkunft und Erläuterung bei Wander
Für den nämlich, der nicht gern etwas thut; er wird nicht in Anspruch genommen, weil man im voraus überzeugt ist, dass er die Sache nur verderben werde.
Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Ding“, Nr. 773 — siehe unten bei den weiteren Fundstellen.
Seit wann sie belegt ist
Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1572 bei Kirchner, Timotheus, „Vom Flickwercke M. Irenaei, Wie gar ungereimpt, wider Gottes …“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „Guter Ding sein“; das Korpus kennt sie an 142 Stellen.
Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.
Woher der Beleg stammt
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Ding“, Nr. 1467 (von Wander als Redensart markiert).
Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.
Weitere Fundstellen bei Wander
Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.
Band 1, „Ding“, Nr. 773
- Deutsch
Es ist ein gut Ding, wenn man zu nichts gut ist.
Band 1, „Ding“, Nr. 792
- Deutsch
Es ist kein Ding so schlecht, es ist zu etwas gut.
Beleg: Bücking, 120
Band 1, „Ding“, Nr. 798
- Deutsch
Es ist nicht jedes Ding für jeden gut.
Beleg: 1 Kor. 10, 23 - Niederländisch
Alle dingen zijn wel oorbaar, maar alle dingen stichten niet.
Beleg: Harrebomée, I, 133
Band 5, „Ding“, Nr. 1543
- Deutsch
Dinge, die sich bessern, sind gut.
Bei Tunnicius (251): Dinger de sik beteren sint gût. (Utilis est multum res, quae succrescit in horas.)
Wanders eigene Erläuterung, Band 5, Stichwort „Ding“.
Band 5, „Ding“, Nr. 1860
- Deutsch
Gleich Ding, gut Ding.
Beleg: Petri, II, 339
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- [*]DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „guter Dinge“, (Korpus)
- [1, 2]The Free Dictionary, Stichwort „Ding“
- [1, 2]Duden online, Stichwort „Ding“
- [1, 2]redensarten-index.de, Stichwort „guter Dinge“
- [*]Wortschatz-Portal der Universität Leipzig, Stichwort „guter Dinge“
- [1]Duden: Redewendungen, 4. Auflage, Stichwort »guter Dinge sein«, Seite 162.
- [1, 2]Duden: Universalwörterbuch, 8. Auflage, Stichwort »¹Ding«, Seite 425.
Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.
Wendungen mit demselben Bild
Gemeinsam ist das Wort, nicht zwingend die Bedeutung.
- aller guten Dinge sind dreigemeinsam: „guter“
- Deutsch
- Französisch
- Niederländisch
- Lateinisch
- einen guten Schnitt machengemeinsam: „guter“
- Deutsch
- Französisch
- Dänisch
- Niederländisch
- gute Miene zum bösen Spiel machengemeinsam: „guter“
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Niederländisch
- +3
- nichts Gutes im Schilde führengemeinsam: „guter“
- Deutsch
- Lateinisch