redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

die Katze im Sack kaufen

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Etwas ungesehen, ungeprüft erwerben, unbesonnenen Ankauf machen. Zu den verlorenen Arbeiten zählt ein alter Spruch: Wer in den sack choufet. ( Germania, II, 147. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Katze“.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Katze“, Nr. 718 (von Wander als Redensart markiert).

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 2, „Katze“, Nr. 784

Nach Sprenger van Eijk soll es nicht heissen: „die“ oder „eine“, sondern blos „Katze im Sack kaufen“. Es soll dies eine dünne unhaltbare Leinwand sein, die man durch Stärke und Appretur sehr steif macht, dass sie dem Käufer haltbar erscheint, sofort aber lappig wird, wenn die Stärke heraus ist.

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Katze“.

Band 2, „Katze“, Nr. 368

In Bedburg: Men sall ken Katz em Sack kofen. In Würtemberg: Ma muass koi Katz' im Sack kauf'.

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Katze“.

Band 2, „Katze“, Nr. 689

Band 2, „Katze“, Nr. 728

Zeigen, was man im Schilde führt, den geheimen Plan erkennen lassen. „Die Perfidie John Bull's wird noch offener durch ein Schreiben M.'s, der die Katze hinsichtlich des Baues von Kaperschiffen aus dem Sacke lässt.“ ( Neuyorker Staatszeitung vom 21. Nov. 1863, S. 2. ) „Da sich über Vertheilung des Sündenlohnes ein Streit erhob, so liess einer, wie man zu sagen pflegt, die Katze aus dem Sacke und machte Enthüllungen.“ ( Neuyorker Staatszeitung vom 2. Nov. 1862, S. 8. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Katze“.

Band 2, „Katze“, Nr. 745

Wenn jemand, dem man lange nachgegangen oder auf der Spur gewesen ist, endlich ergriffen worden ist, oder auch, wenn man jemand so in seiner Gewalt hat, dass er uns nicht schaden kann, dass er sich in unsern Willen fügen muss. ( Bock, Idiot. pruss. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Katze“.

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Verwandtes

Fassungen in: Französisch · Lateinisch