redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

mit Kind und Kegel

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Man sagt dort auch: He hat nich Hind nich Kind.

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Kind“.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Kind“, Nr. 1204 (von Wander als Redensart markiert).

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 2, „Kind“, Nr. 1160

„Vnd hat doch weder Kegl noch Kindt“. ( Ayrer, I, 112, 3. ) „Sich weder vmb Kind noch Kegel, Hausshaltung noch Küche, Kammer vnd Kirche annehmen.“ ( Mathesy, 262 a . ) „Se is zur huchzet gefohren und haut Kind und Kegel mit genummen.“ ( Keller, 171. ) Der Ursprung der Redensart ist schwer zu erklären, die Bedeutung des Wortes Kegel war schon im 17. Jahrhundert verloren. Erst Adelung setzt bestimmt für „Kind und Kegel“ an: eheliche und uneheliche Kinder oder die ganze Familie. Nach dem Volksausdruck „Kegelschieben“ für beischlafen, will man Kegel als eine verhüllende Form für Penis nehmen. Mannhardt ( Zeitschrift für d. Mythologie, III, 107 ) nimmt Kegel geradezu als Bild des Phallus an. (Vgl. den Artikel Kegel bei Grimm, V, 389 fg. )

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Kind“.

Band 2, „Kind“, Nr. 1225

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

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