redequell

Jede Angabe mit Beleg

wes Brot ich ess, des Lied ich sing

Ein Sprichwort: ein Satz, der für sich steht und eine Erfahrung ausspricht. Wander führt sie 1867 als Sprichwort.

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

So wird sie gebraucht

Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Herkunft und Erläuterung bei Wander

Es ist natürlich, dessen Bestes zu befördern, von dem unser Bestehen abhängt; doch darf dies nicht über die Grenzen des Rechts ausgedehnt werden, sonst gilt, was jemand behauptet, dies Sprichwort gehöre in einen Hundekatechismus. Das Sprichwort gibt die kurze Selbstcharakteristik derer, die gern gut Brot essen und nicht Pumpernickel verdienen; von feilen Schriftstellern, die für Geld im 19. Jahrhundert die Melodien des Mittelalters singen; überhaupt derer, die stets das Lied dessen singen, der sie am besten füttert. Seb. Franck sagt bei demselben: „Man singt das Bettelliedlein (s. d.) dem Loch unter der Nase zu lieb. Wenn das zu wäre, wie einem Frosch nach Sanct-Jakobstag, blieb viel unterwegs, das um des lieben Mauls willen gethan und geredt wird.“ ( Kirchhofer, 97. ) Der Italiener sagt auch sprichwörtlich: Gib mir Brot und heisse mich Hund!

Wanders eigene Erläuterung, Band 1, Stichwort „Brot“, Nr. 303 — siehe unten bei den weiteren Fundstellen.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 1, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Brot“, Nr. 64.

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 1, „Brot“, Nr. 303

Band 3, „Lied“, Nr. 7

Band 3, „Lied“, Nr. 45

Band 1, „Brot“, Nr. 324

Band 1, „Brot“, Nr. 335

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.

Wendungen mit demselben Bild

Gemeinsam ist das Wort, nicht zwingend die Bedeutung.