redequell

Redewendungen und Sprichwörter, jede Fassung mit Beleg

Grütze im Kopf haben

Bedeutung

Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.

Überlieferte Fassungen

Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.

Besitzt Verstand, ist ein gescheiter Mensch, weil Grütze der Siede (dem Häckerling) entgegensteht. In Natangen soll die Redensart, wie Frischbier bemerkt, im entgegengesetzten Sinne gebräuchlich sein. Die Römer sagten dafür (z. B. Plautus in den Bachiden ): Er hat Essig im Leibe.

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Grütze“.

Woher der Beleg stammt

Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Grütze“, Nr. 17 (von Wander als Redensart markiert).

Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.

Weitere Fundstellen bei Wander

Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.

Band 2, „Grütze“, Nr. 18

Niederdeutsch: He hett kên Gört in den Kopp. ( Frommann, V, 430, 541. ) (S. Schnött.)

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Grütze“.

Band 2, „Kopf“, Nr. 844

Von einem sehr Dummen. Ein berliner Droschkenkutscher sagte zu einem Vorübergehenden, der ihn verspottete, dass sein Pferd gefallen sei: „Schade dat et dir nich uf den Kopf jefallen is, da hätten wir Jrütze.“

Wanders eigene Erläuterung, Band 2, Stichwort „Kopf“.

Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt

Verwandtes

Fassungen in: Französisch · Niederländisch · Lateinisch