den Teufel mit Beelzebub austreiben
Eine Redewendung: sie fügt sich in einen Satz ein und wird mitgebeugt. Wander führt sie 1867 als Redensart, mit einem Stern hinter der Nummer. Schriftlich bezeugt seit 1681.
Bedeutung
- ein Übel durch ein anderes, zumeist noch schlimmeres, bekämpfen, ersetzen
Bedeutungsangabe aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0.
So wird sie gebraucht
„Man glaubt den Teufel mit Beelzebub austreiben zu können.“
August Bebel: Die Frau und der Sozialismus, in: Projekt Gutenberg-DE
Belegstellen aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Wo eine eigene Fundstelle angegeben ist, steht sie beim Satz.
Überlieferte Fassungen
Alle Fassungen stehen gleichrangig — die Reihenfolge ist die der Quelle, keine Wertung.
- Deutsch
Den Teufel durch Beelzebub austreiben.
Beleg: Masson, 211 - Französisch
Reprendre du poil de la bête.
- Lateinisch
- Clavus clavo pellitur.
- Lutum luto purgare.
- Malum malo mederi.
- Similia similibus curantur.
Herkunft und Erläuterung bei Wander
D. h. ein Uebel durch ein anderes vertreiben.
Wanders eigene Erläuterung, Band 4, Stichwort „Teufel (s. Teixel)“.
Seit wann sie belegt ist
Die älteste Fundstelle im Deutschen Textarchiv steht im Jahr 1681 bei Bauller, Johann Jacob, „Hell-Polirter Laster-Spiegel/ Underschiedlich in sich haltend …“. Gesucht wurde nach der Wortfolge „Den Teufel durch Beelzebub austreiben“; das Korpus kennt sie an 6 Stellen.
Deutsches Textarchiv (DTA), Korpus unter CC BY-SA 4.0. Das ist der älteste Fund in DIESEM Korpus — es reicht bis etwa 1600 zurück und ist eine Auswahl. Die Wendung kann älter sein.
Woher der Beleg stammt
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 4, Leipzig 1867–1880. Stichwort „Teufel (s. Teixel)“, Nr. 1233 (von Wander als Redensart markiert).
Digitalisat: Deutsches Textarchiv, TEI-XML. Das Werk ist gemeinfrei. Wanders eigene Fundstellen stehen bei den einzelnen Fassungen.
Weitere Fundstellen bei Wander
Verwandte Sprüche aus demselben Werk — mit eigener Nummer, eigenen Fassungen und eigener Fundstelle.
Band 4, „Teufel (s. Teixel)“, Nr. 670
- Deutsch
Man muss den Teufel mit Beelzebub austreiben.
Beleg: Binder III, 3664
Band 4, „Teufel (s. Teixel)“, Nr. 1128
- Deutsch
Das heisst den Teufel durch Beelzebub austreiben.
Band 4, „Teufel (s. Teixel)“, Nr. 1425
- Deutsch
Einen Teufel durch den andern austreiben.
Band 4, „Teufel (s. Teixel)“, Nr. 1501
- Deutsch
Er treibt den Teufel durch Beelzebub aus.
Beleg: Luc. 11, 15; Schulze, 226
Band 4, „Teufel (s. Teixel)“, Nr. 1580
- Deutsch
Ich will dir den Teufel austreiben.
Worauf sich die Bedeutungsangabe stützt
- [1]Duden: Universalwörterbuch, 6. Auflage, Seite 258.
- [1]DWDS — Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, Stichwort „Beelzebub“
Nachweise aus dem deutschen Wiktionary, CC BY-SA 4.0. Die Ziffer ist die Nummer der Bedeutung oben; [*] steht dort für einen Nachweis ohne feste Zuordnung.
Wendungen mit demselben Bild
Gemeinsam ist das Wort, nicht zwingend die Bedeutung.
- wenn man vom Teufel spricht, kommt ergemeinsam: „Teufel“
- Deutsch
- Englisch
- Schwedisch
- Französisch
- +1
Fassungen in: Französisch · Lateinisch